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Urbanes Grün

Beginn

01.01.2020

Status

Laufend

Kurzbeschreibung

Das Grün in der Stadt ist wichtig für Erholung und Freizeit, ebenso für das Stadtklima und die biologische Vielfalt. Deshalb will die Stadt Karlsruhe das städtische Grünsystem erhalten und weiterentwickeln, Grünstrukturen verdichten und vorhandenes Grün ökologisch aufwerten.

  • Entwicklung der grünen und blauen Infrastruktur
  • Umsetzung der Ziele des Räumlichen Leitbilds und des Freiraumentwicklungsplans
  • Grünvernetzung und Sicherung landschaftlicher Freiräume (Grüne Nordspange)
  • Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements durch Beratung und Betreuung von Initiativgruppen und Vereinen zur Umsetzung von Urban Gardeningprojekten
  • Betreuung, Beratung und Förderung von Grünpatenschaften
  • Umsetzung von Konzepten zur Naturnahen Mahd
  • Extensivierung und Beweidung zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität in öffentlichen Grünanlagen
  • Sicherung von Grünbeständen und Freiraumqualitäten in Bebauungsplänen und speziellen Grünsatzungen

Welche Zielgruppen sollen erreicht werden?

Teilprojekt 1) Nordspange: Bürgerschaft, Verbände aus den Bereichen Naturschutz, Landwirtschaft, Sozialverbände, Erholungssuchende, Anwohnende, Landnutzer*innen, Teilprojekt 2) Bürgerschaftliches Engagement: Bürgerschaft, Bürgervereine, Verbände Naturschutz und soziale Gruppierungen, Teilprojekt 3) Naturnahe Mahd: Bürgerschaft, Naturschutzverbände, Biodiversitätsforschung (Naturkundemuseum), Teilprojekt 4): Grünsatzung: Eigentümer*innen und deren Verbände, Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften, Hochschulen, Handel, Industrie und Gewerbe, Bürgerschaft/Anwohner*innen

Welcher Nutzen / welche Chancen bestehen?

Mit seinen vier Teilprojekten leistet das Leitprojekt einen Beitrag zum Korridorziel der Anpassung an die Folgen des Klimawandels, zur Erhöhung der Lebensqualität und Gesundheitsförderung im städtischen Freiraum für alle Generationen sowie zum Schutz und zur Förderung von Natur und Biodiversität im urbanen Grün. Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln werden durch die direkte Ansprache von Initiativen und Bürger*innen im Zuge der Betreuung von Grünpatenschaften und Urban Gardening-Initiativen sowie durch die Beratung von Eigentümer*innen im Zuge der Förderprogramme für Begrünungsmaßnahmen unterstützt und gefördert.

Welche Herausforderungen bestehen?

Teilprojekt 1): fehlende Personalressourcen, Teilprojekt 2): Nachlassende Beteiligung, Vandalismus, Teilprojekt 3): Unzureichende Ressource, mangelnde Verfügbarkeit geeigneter Fachfirmen, Teilprojekt 4): Mangelnde Beteiligung privater Eigentümer*innen, rechtliche Hürden (Bauplanungs- und Bauordnungsrecht)

Welcher Nutzen / welche Chancen bestehen?

Mit seinen vier Teilprojekten leistet das Leitprojekt einen Beitrag zum Korridorziel der Anpassung an die Folgen des Klimawandels, zur Erhöhung der Lebensqualität und Gesundheitsförderung im städtischen Freiraum für alle Generationen sowie zum Schutz und zur Förderung von Natur und Biodiversität im urbanen Grün. Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln werden durch die direkte Ansprache von Initiativen und Bürger*innen im Zuge der Betreuung von Grünpatenschaften und Urban Gardening-Initiativen sowie durch die Beratung von Eigentümer*innen im Zuge der Förderprogramme für Begrünungsmaßnahmen unterstützt und gefördert.

Welche Herausforderungen bestehen?

Teilprojekt 1): fehlende Personalressourcen, Teilprojekt 2): Nachlassende Beteiligung, Vandalismus, Teilprojekt 3): Unzureichende Ressource, mangelnde Verfügbarkeit geeigneter Fachfirmen, Teilprojekt 4): Mangelnde Beteiligung privater Eigentümer*innen, rechtliche Hürden (Bauplanungs- und Bauordnungsrecht)

  • Entwicklung der grünen und blauen Infrastruktur
  • Umsetzung der Ziele des Räumlichen Leitbilds und des Freiraumentwicklungsplans
  • Grünvernetzung und Sicherung landschaftlicher Freiräume (Grüne Nordspange)
  • Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements durch Beratung und Betreuung von Initiativgruppen und Vereinen zur Umsetzung von Urban Gardeningprojekten
  • Betreuung, Beratung und Förderung von Grünpatenschaften
  • Umsetzung von Konzepten zur Naturnahen Mahd
  • Extensivierung und Beweidung zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität in öffentlichen Grünanlagen
  • Sicherung von Grünbeständen und Freiraumqualitäten in Bebauungsplänen und speziellen Grünsatzungen

Welche Zielgruppen sollen erreicht werden?

Teilprojekt 1) Nordspange: Bürgerschaft, Verbände aus den Bereichen Naturschutz, Landwirtschaft, Sozialverbände, Erholungssuchende, Anwohnende, Landnutzer*innen, Teilprojekt 2) Bürgerschaftliches Engagement: Bürgerschaft, Bürgervereine, Verbände Naturschutz und soziale Gruppierungen, Teilprojekt 3) Naturnahe Mahd: Bürgerschaft, Naturschutzverbände, Biodiversitätsforschung (Naturkundemuseum), Teilprojekt 4): Grünsatzung: Eigentümer*innen und deren Verbände, Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften, Hochschulen, Handel, Industrie und Gewerbe, Bürgerschaft/Anwohner*innen

Welcher Nutzen / welche Chancen bestehen?

Mit seinen vier Teilprojekten leistet das Leitprojekt einen Beitrag zum Korridorziel der Anpassung an die Folgen des Klimawandels, zur Erhöhung der Lebensqualität und Gesundheitsförderung im städtischen Freiraum für alle Generationen sowie zum Schutz und zur Förderung von Natur und Biodiversität im urbanen Grün. Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln werden durch die direkte Ansprache von Initiativen und Bürger*innen im Zuge der Betreuung von Grünpatenschaften und Urban Gardening-Initiativen sowie durch die Beratung von Eigentümer*innen im Zuge der Förderprogramme für Begrünungsmaßnahmen unterstützt und gefördert.

Welche Herausforderungen bestehen?

Teilprojekt 1): fehlende Personalressourcen, Teilprojekt 2): Nachlassende Beteiligung, Vandalismus, Teilprojekt 3): Unzureichende Ressource, mangelnde Verfügbarkeit geeigneter Fachfirmen, Teilprojekt 4): Mangelnde Beteiligung privater Eigentümer*innen, rechtliche Hürden (Bauplanungs- und Bauordnungsrecht)

Personell

Teilprojekt 1: 1,5 Projektstelle VZW, Teilprojekt 2: 1 Vollzeit Personalstelle, Teilprojekt 4: 1 Vollzeit Personalstelle

Finanziell

Teilprojekt 1 Nordspange: vorläufige Schätzung: 80.000 Euro für begleitende Öffentlichkeitsarbeit, Kosten für die Planung können derzeit noch nicht benannt werden. Teilprojekt 2, Grünpatenschaften, Urban Gardening, jährlich 10.000€, Teilprojekt 3: 500.000€/Jahr, Grünsatzung ca. 20.000€ / Jahr für Öffentlichkeitsarbeit, Abwendung von Planungsschaden und Entschädigungen ca. 50.000€/Jahr, Förderung von Begrünungsmaßnahmen im privaten Grün 50.000 €.

Projektphasen und geplante Schritte

Seil Bild
Initiierungsphase

Planverfahren für den Bebauungsplan Grünordnung und Klimaanpassung in der Innenstadt ist mit Satzungsbeschluss vom 17.12.2024 abgeschlossen.

Abgeschlossen
Umsetzungsphase

"Grüne Nordspange" in Arbeit, "Bürgerschaftliches Engagement" und "naturnahe Grünflächenpflege": Konzepterstellung abgeschlossen und in Umsetzung, laufende Fortschreibung und Weiterentwicklung gemäß Erfahrungswerten.

In Arbeit
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    Stadt Karlsruhe, GBA, Angelika Elsener

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    Stadt Karlsruhe, Kober-Moritz

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    Stadt Karlsruhe, Kober-Moritz

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    Stadt Karlsruhe, Stabsstelle VME, Martin Wagenhan

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    Stadt Karlsruhe, Kober-Moritz

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    Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

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    Stadt Karlsruhe, Boris Burghardt

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    Vorher Innenhof

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    Nachher Innenhof

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    Stadt Karlsruhe, Stabsstelle VME, Martin Wagenhan

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    Stadt Karlsruhe, GBA

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    Stadt Karlsruhe, GBA, Angelika Elsener

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    Stadt Karlsruhe, Stabsstelle VME, Martin Wagenhan

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    Stadt Karlsruhe, Eva Vogel

Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen

Was haben wir bisher erreicht?

Grüne Nordspange

Erarbeitet ist ein Grobkonzept für den Bereich der Neureuter Feldflur mit den Themen Landnutzung/Kulturlandschaft, Biologische Vielfalt/Biotopverbund, Erschließung/Wegeverbindungen sowie Landschaftserleben/Aufenthalt/Bewegung/Spiel. 
Auf Basis räumlicher Betrachtungen werden zum Beispiel geeignete Rad- und Fußwegverbindungen in Ost-West-Ausrichtung vorgeschlagen.  Seit 2024 erfolgen Gespräche mit den beteiligten Dienststellen. Im März 2026 wurde der Ortschaftsrat Neureut informiert und Ideen für erste Maßnahmen erörtert

Hildapromenade – fit für den Klimawandel

Für das neue Teilprojekt wurden 2023 im Bundesprogramm „Anpassung Urbaner Räume an den Klimawandel“ Fördermittel beantragt, die im Juli 2024 zugesagt wurden. Das Projekt wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen (17.12.2025). Die Hildapromenade und ihre angrenzenden Grünräume bilden im Westen der Stadt auf den Flächen einer historischen Gleistrasse einen linearen Grünzug, der das gesamte westliche Stadtgebiet nördlich der Kaiserallee durchzieht. Geplant sind die behutsame Sanierung und Aufwertung des Grünzugs. Hitze und Trockenschäden haben in den letzten Jahrzehnten dem Baumbestand stark zugesetzt. Diese Schäden zu beseitigen und die Resilienz der Anlage hinsichtlich der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels zu erhöhen, sind vorrangige Ziele der geplanten Maßnahmen. Das Projekt umfasst die Vernetzung der Grünanlage mit angrenzenden Freiflächen, die Herstellung zusätzlicher Baumstandorte und Aufenthaltsbereiche sowie die Wiederherstellung von Brunnen.
Im Februar 2025 wurde auf Grundlage der Projektskizze von 2023 der Zuwendungsantrag eingereicht. Mit dem Zuwendungsbescheid wurde eine Projektstelle für die Dauer der Projektlaufzeit (bis Ende 2028) seit 01.03.2026 besetzt und die ersten 93 Bäume wurden im Herbst 2025 gepflanzt.

Bürgerschaftliches Engagement

Im Jahr 2025 hat das Programm der Baum- und Beetpatenschaften sein 5-jähriges Bestehen gefeiert. Das Programm wird nach wie vor stark nachgefragt und sehr gut angenommen. Insbesondere die Möglichkeit zur Bepflanzung von Flächen unter Bäumen erfreut sich großer Beliebtheit. Das zeigt sich nicht zuletzt im dem kürzlich veröffentlichten Ergebnisbericht der Bürgerumfrage 2025 “Klima und Grün in der Stadt”. 41 % der Befragten kennen das Programm der Grünpatenschaften in Karlsruhe und sogar mehr als 51 % der Befragten können sich vorstellen sich aktiv dabei einzubringen. Aktuell gießen und bepflanzen 460 Ehrenamtliche mehr als 600 Standorte im öffentlichen Raum, Tendenz steigend. Die Unterstützung der aktiven Patinnen und Paten ist zeitaufwendig, aber wichtig für die Verstetigung. Die laufende konzeptionelle Verbesserung des Programmes hat in den letzten beiden Jahren viel erreicht. Insbesondere ging es dabei um die Themenbereiche: Anerkennung und Unterstützung sowie Verstetigung der Grünpatenschaften. 

  • Hinweistafeln an Patenschaftsbäumen machen das Programm im öffentlichen Raum sichtbar,
  • neue und auffälligere Hinweistafeln wurden explizit für schwierige Standorte entwickelt und befinden sich im Einsatz,
  • Liste für Pflanzempfehlungen wurde an die urbanen Bedingungen im Stadtraum noch besser angepasst,
  • ein Stauden-Starterpaket aus der städtischen Gärtnerei wird jährlich an Neupatinnen und -paten ausgegeben,
  • überbrückend werden Samentütchen mit einer Wildblumenmischung für den Naturraum Karlsruhe ausgegeben,
  • Neupatinnen und Neupaten erhalten in den nächsten beiden Jahren eine Gießkanne als Dankesschön (nur solange der Vorrat reicht),
  • neue Aufkleber weisen darauf hin, dass Fahrräder nicht in bepflanzte Baumscheiben abgestellt werden sollen,
  • Öffentlichkeitsarbeit mit Hilfe von Pressemeldungen sowie der Werbekampagne “Wir lassen Karlsruhe aufblühen”,
  • Ein Dankschreiben wurde an alle Patinnen und Paten versendet, die sich seit mindestens 5 Jahren engagieren,
  • Das Büro für Mitwirkung und Engagement honorierte eine seit über 10 Jahren aktive Baumpatin aus der Südweststadt im Rahmen einer Ehrungsfeier
  • Für die ehrenamtliche Tätigkeit als Grünpatin oder Grünpate werden Stunden für die Ehrenamtskarte Baden-Württemberg angerechnet.
     

Das gemeinsame Gärtnern im öffentlichen Raum besser bekannt als Urban Gardening ist seit vielen Jahren eine feste Institution in Karlsruhe. Mit derzeit 10 aktiven Standorten auf einer Gesamtfläche von mehr als 7.000 m2 wird auch das Programm sehr gut angenommen. Der zuletzt entwickelte Mitmach-Garten Ostring ist mittlerweile fest etabliert und organisiert sich über den gleichnamigen Verein selbstständig. Die Betreuung der Standorte ist weniger aufwendig als die Grünpatenschaften, dies gibt uns die Möglichkeit stets neue Standort zu entwickeln. So sind zu Beginn des Jahres 2026 bereits zwei neue Standorte in der näheren Betrachtung, die derzeit entwickelt werden. Nicht nur aufgrund der sozialen Teilhabe und der Gemeinschaft erfreuen sich die Gemeinschaftsgärten immer mehr Beliebtheit, sondern auch aufgrund der Unterstützung durch die Stadtverwaltung in Form von Materialien wie Humus sowie Gemüse- und Kräuterpflanzen aus der stadteigenen Gärtnerei.

Im Jahr 2025 wurden im privaten Grün im Rahmen des Hof-Dach-Fassaden-Förderprogramms insgesamt 713,15 m² Dachflächen begrünt, 175 m² Schottergärten zurückgebaut, 636,47 m² Fläche entsiegelt sowie 87 m² Fassaden begrünt. 
Das ergibt eine Fläche von 1.611,62 m² und entspricht in etwa zwölf Mal der Grundfläche der Pyramide auf dem Marktplatz. 
Diese Maßnahmen tragen zur Verbesserung des Stadtklimas, zur Förderung der Biodiversität sowie zur Entlastung der Regenwasserinfrastruktur bei. Darüber hinaus ist ein zunehmendes Interesse in der Bevölkerung festzustellen. Durch kontinuierliche Beratung und gezielte Empfehlungen steigt die Inanspruchnahme des Förderprogramms, was auf eine wachsende Sensibilisierung für nachhaltige und klimaangepasste Flächengestaltung hinweist.

Die Veranstaltung „Offene Pforte“ findet im Jahr 2026 bereits zum 13. Mal statt und verzeichnet weiterhin eine positive Entwicklung. Mit insgesamt 30 Teilnehmenden konnte im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Zuwachs erzielt werden. Sowohl private Gartenbesitzerinnen und -besitzer als auch Vereine beteiligten sich aktiv an dem Format. Ergänzend wirkte die Einbindung der Hochschule im Bereich Urban Gardening als bereichernder Impuls. Zudem wurde im Rahmen eines Teilnehmendentreffens ein gelungener Fachvortrag angeboten, der das Interesse und die Motivation der Beteiligten zusätzlich gestärkt hat.

Naturnahe Mahd

Die naturnahe Mahd zur Förderung der Biodiversität wurde bislang vollständig durch externe Fachfirmen umgesetzt. Im Jahr 2024 konnte erstmals ein Pilotprojekt gestartet werden, bei dem auch städtische Mitarbeitende in diese spezielle Pflegetechnik eingeführt wurden. Der Versuch fand an der Heidelberger Straße unter fachlicher Anleitung des Gartenbauamts sowie mit Unterstützung der Firma Merkle & Partner statt.
Der Pilotverlauf war durchweg positiv. In der Folge erklärten sich in allen Pflegebezirken Mitarbeitende bereit, am Folgeprojekt „Naturnahe Mahd 2.0“ mitzuwirken. Zudem konnten im Rahmen des Sammelansatzes Klimaanpassung die notwendigen Maschinen für den Einsatz durch eigene Kräfte beschafft werden.
Parallel dazu wurde die Pflege der Flächen weiterhin durch externe Unternehmen sichergestellt. Die entsprechenden Leistungen wurden im Januar neu ausgeschrieben und erfolgreich in vier Lose an qualifizierte Firmen vergeben

Urbane Naturoasen

Im Rahmen der Bundesförderung „Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ startet die Stadt Karlsruhe ein zukunftsweisendes Projekt zur Stärkung des städtischen Klimaschutzes und zur Förderung der Biodiversität. Urbane Naturoasen sind naturnah gestaltete Grünräume in baulich stark verdichteten und häufig stark erhitzten Siedlungsräumen. Drei unterschiedliche Arten von Naturoasen sollen im Karlsruher Stadtgebiet entstehen.

  • PikoParks: Kleine Oasen mit großer Wirkung. PikoParks sind kompakte, grüne Rückzugsräume, die in dicht besiedelten Stadtteilen angelegt werden. Auf kleinem Raum entsteht hier ein artenreicher, naturnaher Lebensraum mit heimischen Pflanzenarten. Die Flächen tragen zur Verbesserung des Mikroklimas bei, speichern Regenwasser und bieten zugleich Erholungsorte für Anwohnerinnen und Anwohner. Insbesondere in Quartieren mit wenig Grün schaffen PikoParks eine neue Lebensqualität.
  • Naturerfahrungsräume für Kinder: Natur erleben, spielerisch lernen
    Diese Flächen werden bewusst naturnah und nicht gestaltet angelegt, um Kindern Freiraum für freies Spiel, Entdeckung und Naturerfahrung zu bieten. Hier können sie mit Erde, Wasser, Pflanzen und Tieren in Kontakt kommen, fernab von Spielplätzen aus Kunststoff und Beton. Naturerfahrungsräume fördern nicht nur das Umweltbewusstsein der nächsten Generation, sondern auch motorische Fähigkeiten, Kreativität und soziale Kompetenzen.
  • Urbane Waldgärten: Gemeinschaftliches Gärtnern im vielschichtigen Ökosystem
    Ein Waldgarten vereint ökologische Vielfalt mit Nutzbarkeit: In mehreren Pflanzenschichten wachsen hier Obstbäume, Beerensträucher, Kräuter und Gemüse in einer symbiotischen Gemeinschaft – ganz ohne Pestizide oder Kunstdünger. Urbane Waldgärten sind nicht nur CO₂-Speicher und Lebensraum für Insekten und Vögel, sondern laden auch Bürgerinnen und Bürger zur aktiven Beteiligung, Ernte und zum Naturgenuss ein.

 

Grünsatzung

Das Planverfahren für den Bebauungsplan Grünordnung und Klimaanpassung in der Innenstadt ist mit Satzungsbeschluss vom 17.12.2024 abgeschlossen.

Forschungsprojekt GreenGROWnership

Das Forschungsprojekt des Bundes „Green GROWnership“ zur Aktivierung von Eigentümer*innen für „Mehr Grün“ auf privaten Flächen soll die Umsetzung der Grünsatzung unterstützen (Projektlaufzeit 10/2021-10/2024). Das Projekt wurde inzwischen abgeschlossen. Mit der Kampagne „Grund zu Garten“ wurden im Rahmen des Projekts sieben „Stories“ erzählt und bebildert, die motivierend über die Gartenprojekte von Karlsruher Bürger*innen, Firmen und Gesellschaften berichten.

Ausblick

Wie geht es weiter?

Grüne Nordspange

2026 wird das Konzept weiter ausgearbeitet. Als Auftakt werden zwei bis drei „Impuls-Maßnahmen“ in den Blick genommen und in den nächsten Jahren schrittweise realisiert. Das Zusammenwirken mit Fachdienststellen und Akteuren wird fortgeführt und vertieft. Zudem wird die Bürgerschaft mit geeigneten Formaten eingebunden.

Hildapromenade – fit für den Klimawandel

Im März 2026 wurde die Projektstelle erfolgreich besetzt.
Am 17.04.2026 findet eine Bürgerbeteiligungsveranstaltung statt, bei der das Gesamtprojekt sowie ein Bankkonzept vorgestellt und diskutiert werden. Grundlage hierfür ist der Ergebnisbericht der Bürgerumfrage 2025 „Klima und Grün in der Stadt“, der einen verstärkten Bedarf an Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum aufzeigt.
Im weiteren Verlauf wird die Lina-Sommer-Anlage saniert und durch neue Pflanzbeete aufgewertet. 
Darüber hinaus ist die Planung von öffentlichen Trinkwasserbrunnen vorgesehen. Diese Maßnahme dient insbesondere der Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und stellt zugleich eine Anpassung an zunehmende Hitzebelastungen dar.
Von den insgesamt rund 150 geplanten Baumpflanzungen sind bereits 90 umgesetzt, die verbleibenden 60 werden im weiteren Verlauf realisiert.

Bürgerschaftliches Engagement

Die Weiterentwicklung, Verbesserung sowie Verstetigung des Patenprogrammes und des Urban Gardening werden angestrebt. Konkret soll die Idee der “Gießkannenheld:innen” in Karlsruhe etabliert werden, die Vereinbarungen der Grünpatenschaften deutlich einfacher lesbar und verschlankt werden sowie Treffen zur Vernetzung der Aktiven intensiviert werden. Die Standorte des Urban Gardenings sollen weiter ausgebaut werden.

Für das Jahr 2026 ist vorgesehen, das Förderprogramm trotz gekürzter finanzieller Mittel kontinuierlich fortzuführen und weiterhin aktiv zu bewerben. Durch gezielte Beratung und Empfehlungen sollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger erreicht werden, um die Bedeutung von Begrünungs- und Entsiegelungsmaßnahmen stärker im Bewusstsein zu verankern und weitere Umsetzungen anzustoßen.

Für das Jahr 2026 ist vorgesehen, die Veranstaltung „Offene Pforte“ weiter zu verstetigen und den positiven Entwicklungstrend fortzuführen. Ziel bleibt es, die Zahl der Teilnehmenden stabil zu halten bzw. weiter auszubauen sowie die Zusammenarbeit zwischen privaten Akteurinnen und Akteuren, Vereinen und Bildungseinrichtungen weiter zu stärken.

Naturnahe Mahd

Im laufenden Jahr übernehmen städtische Mitarbeitende erstmals eigenständig die Pflege von fünf Hektar der insgesamt 45 Hektar naturnah bewirtschafteten Flächen. Dabei sammeln sie praktische Erfahrungen und beobachten gezielt die Auswirkungen der angepassten Pflege auf Flora und Fauna.
Gleichzeitig wird geprüft, inwieweit die naturnahe Mahd langfristig als ergänzende Fachaufgabe im Gartenbauamt etabliert werden kann. Neben der ökologischen Aufwertung der Flächen trägt das Projekt auch zur fachlichen Weiterentwicklung der Mitarbeitenden sowie zur Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze bei.

Urbane Naturoasen

Erste Flächen für Urbane Naturoasen sind in Planung in Knielingen und in der Weststadt. 

Grünsatzung

Erfahrungen mit den Festsetzungen des Planes sollen im Lauf des Jahres gesammelt werden, sodass weitere Verfahren zur Ausdehnung auf das gesamte Stadtgebiet sowie weitere Arbeitsschritte zur Sicherung von „Grüninseln“ durch spezielle Bebauungspläne zügig folgen können. 

Stadtbaumkonzept

Das Gartenbauamt reagiert auf die negative Bestandsentwicklung der vergangenen Jahre und erarbeitet ein Stadtbaumkonzept, welches als planerisch strategische Grundlage zur Entwicklung und Erhalt des Stadtbaumbestandes dienen soll. 
Es wird der Status Quo des Baumbestands ermittelt und quantitative und qualitative Parameter eingeführt, um dessen Entwicklung auch zukünftig darstellbar und messbar zu machen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Baumartenwahl, welche im Zuge des fortschreitenden Klimawandels eine immer größere Herausforderung im städtischen Umfeld wird. 

Aktualisiert am 21.04.2026

Dezernentin

  • Erste Bürgermeisterin Bettina Lisbach
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Urbanes Grün

Beginn

01.01.2020

Status

Laufend

Kurzbeschreibung

Das Grün in der Stadt ist wichtig für Erholung und Freizeit, ebenso für das Stadtklima und die biologische Vielfalt. Deshalb will die Stadt Karlsruhe das städtische Grünsystem erhalten und weiterentwickeln, Grünstrukturen verdichten und vorhandenes Grün ökologisch aufwerten.

  • Entwicklung der grünen und blauen Infrastruktur
  • Umsetzung der Ziele des Räumlichen Leitbilds und des Freiraumentwicklungsplans
  • Grünvernetzung und Sicherung landschaftlicher Freiräume (Grüne Nordspange)
  • Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements durch Beratung und Betreuung von Initiativgruppen und Vereinen zur Umsetzung von Urban Gardeningprojekten
  • Betreuung, Beratung und Förderung von Grünpatenschaften
  • Umsetzung von Konzepten zur Naturnahen Mahd
  • Extensivierung und Beweidung zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität in öffentlichen Grünanlagen
  • Sicherung von Grünbeständen und Freiraumqualitäten in Bebauungsplänen und speziellen Grünsatzungen

Welche Zielgruppen sollen erreicht werden?

Teilprojekt 1) Nordspange: Bürgerschaft, Verbände aus den Bereichen Naturschutz, Landwirtschaft, Sozialverbände, Erholungssuchende, Anwohnende, Landnutzer*innen, Teilprojekt 2) Bürgerschaftliches Engagement: Bürgerschaft, Bürgervereine, Verbände Naturschutz und soziale Gruppierungen, Teilprojekt 3) Naturnahe Mahd: Bürgerschaft, Naturschutzverbände, Biodiversitätsforschung (Naturkundemuseum), Teilprojekt 4): Grünsatzung: Eigentümer*innen und deren Verbände, Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften, Hochschulen, Handel, Industrie und Gewerbe, Bürgerschaft/Anwohner*innen

Welcher Nutzen / welche Chancen bestehen?

Mit seinen vier Teilprojekten leistet das Leitprojekt einen Beitrag zum Korridorziel der Anpassung an die Folgen des Klimawandels, zur Erhöhung der Lebensqualität und Gesundheitsförderung im städtischen Freiraum für alle Generationen sowie zum Schutz und zur Förderung von Natur und Biodiversität im urbanen Grün. Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln werden durch die direkte Ansprache von Initiativen und Bürger*innen im Zuge der Betreuung von Grünpatenschaften und Urban Gardening-Initiativen sowie durch die Beratung von Eigentümer*innen im Zuge der Förderprogramme für Begrünungsmaßnahmen unterstützt und gefördert.

Welche Herausforderungen bestehen?

Teilprojekt 1): fehlende Personalressourcen, Teilprojekt 2): Nachlassende Beteiligung, Vandalismus, Teilprojekt 3): Unzureichende Ressource, mangelnde Verfügbarkeit geeigneter Fachfirmen, Teilprojekt 4): Mangelnde Beteiligung privater Eigentümer*innen, rechtliche Hürden (Bauplanungs- und Bauordnungsrecht)

Welcher Nutzen / welche Chancen bestehen?

Mit seinen vier Teilprojekten leistet das Leitprojekt einen Beitrag zum Korridorziel der Anpassung an die Folgen des Klimawandels, zur Erhöhung der Lebensqualität und Gesundheitsförderung im städtischen Freiraum für alle Generationen sowie zum Schutz und zur Förderung von Natur und Biodiversität im urbanen Grün. Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln werden durch die direkte Ansprache von Initiativen und Bürger*innen im Zuge der Betreuung von Grünpatenschaften und Urban Gardening-Initiativen sowie durch die Beratung von Eigentümer*innen im Zuge der Förderprogramme für Begrünungsmaßnahmen unterstützt und gefördert.

Welche Herausforderungen bestehen?

Teilprojekt 1): fehlende Personalressourcen, Teilprojekt 2): Nachlassende Beteiligung, Vandalismus, Teilprojekt 3): Unzureichende Ressource, mangelnde Verfügbarkeit geeigneter Fachfirmen, Teilprojekt 4): Mangelnde Beteiligung privater Eigentümer*innen, rechtliche Hürden (Bauplanungs- und Bauordnungsrecht)

  • Entwicklung der grünen und blauen Infrastruktur
  • Umsetzung der Ziele des Räumlichen Leitbilds und des Freiraumentwicklungsplans
  • Grünvernetzung und Sicherung landschaftlicher Freiräume (Grüne Nordspange)
  • Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements durch Beratung und Betreuung von Initiativgruppen und Vereinen zur Umsetzung von Urban Gardeningprojekten
  • Betreuung, Beratung und Förderung von Grünpatenschaften
  • Umsetzung von Konzepten zur Naturnahen Mahd
  • Extensivierung und Beweidung zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität in öffentlichen Grünanlagen
  • Sicherung von Grünbeständen und Freiraumqualitäten in Bebauungsplänen und speziellen Grünsatzungen

Welche Zielgruppen sollen erreicht werden?

Teilprojekt 1) Nordspange: Bürgerschaft, Verbände aus den Bereichen Naturschutz, Landwirtschaft, Sozialverbände, Erholungssuchende, Anwohnende, Landnutzer*innen, Teilprojekt 2) Bürgerschaftliches Engagement: Bürgerschaft, Bürgervereine, Verbände Naturschutz und soziale Gruppierungen, Teilprojekt 3) Naturnahe Mahd: Bürgerschaft, Naturschutzverbände, Biodiversitätsforschung (Naturkundemuseum), Teilprojekt 4): Grünsatzung: Eigentümer*innen und deren Verbände, Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften, Hochschulen, Handel, Industrie und Gewerbe, Bürgerschaft/Anwohner*innen

Welcher Nutzen / welche Chancen bestehen?

Mit seinen vier Teilprojekten leistet das Leitprojekt einen Beitrag zum Korridorziel der Anpassung an die Folgen des Klimawandels, zur Erhöhung der Lebensqualität und Gesundheitsförderung im städtischen Freiraum für alle Generationen sowie zum Schutz und zur Förderung von Natur und Biodiversität im urbanen Grün. Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln werden durch die direkte Ansprache von Initiativen und Bürger*innen im Zuge der Betreuung von Grünpatenschaften und Urban Gardening-Initiativen sowie durch die Beratung von Eigentümer*innen im Zuge der Förderprogramme für Begrünungsmaßnahmen unterstützt und gefördert.

Welche Herausforderungen bestehen?

Teilprojekt 1): fehlende Personalressourcen, Teilprojekt 2): Nachlassende Beteiligung, Vandalismus, Teilprojekt 3): Unzureichende Ressource, mangelnde Verfügbarkeit geeigneter Fachfirmen, Teilprojekt 4): Mangelnde Beteiligung privater Eigentümer*innen, rechtliche Hürden (Bauplanungs- und Bauordnungsrecht)

Personell

Teilprojekt 1: 1,5 Projektstelle VZW, Teilprojekt 2: 1 Vollzeit Personalstelle, Teilprojekt 4: 1 Vollzeit Personalstelle

Finanziell

Teilprojekt 1 Nordspange: vorläufige Schätzung: 80.000 Euro für begleitende Öffentlichkeitsarbeit, Kosten für die Planung können derzeit noch nicht benannt werden. Teilprojekt 2, Grünpatenschaften, Urban Gardening, jährlich 10.000€, Teilprojekt 3: 500.000€/Jahr, Grünsatzung ca. 20.000€ / Jahr für Öffentlichkeitsarbeit, Abwendung von Planungsschaden und Entschädigungen ca. 50.000€/Jahr, Förderung von Begrünungsmaßnahmen im privaten Grün 50.000 €.

Projektphasen und geplante Schritte

Seil Bild
Initiierungsphase

Planverfahren für den Bebauungsplan Grünordnung und Klimaanpassung in der Innenstadt ist mit Satzungsbeschluss vom 17.12.2024 abgeschlossen.

Abgeschlossen
Umsetzungsphase

"Grüne Nordspange" in Arbeit, "Bürgerschaftliches Engagement" und "naturnahe Grünflächenpflege": Konzepterstellung abgeschlossen und in Umsetzung, laufende Fortschreibung und Weiterentwicklung gemäß Erfahrungswerten.

In Arbeit
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    Stadt Karlsruhe, GBA, Angelika Elsener

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    Stadt Karlsruhe, Kober-Moritz

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    Stadt Karlsruhe, Kober-Moritz

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    Stadt Karlsruhe, Stabsstelle VME, Martin Wagenhan

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    Stadt Karlsruhe, Kober-Moritz

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    Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

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    Stadt Karlsruhe, Boris Burghardt

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    Nachher Innenhof

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    Stadt Karlsruhe, Stabsstelle VME, Martin Wagenhan

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    Stadt Karlsruhe, GBA

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    Stadt Karlsruhe, GBA, Angelika Elsener

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    Stadt Karlsruhe, Stabsstelle VME, Martin Wagenhan

  • meine_gruene_stadt_4.jpg

    Stadt Karlsruhe, Eva Vogel

Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen

Was haben wir bisher erreicht?

Grüne Nordspange

Erarbeitet ist ein Grobkonzept für den Bereich der Neureuter Feldflur mit den Themen Landnutzung/Kulturlandschaft, Biologische Vielfalt/Biotopverbund, Erschließung/Wegeverbindungen sowie Landschaftserleben/Aufenthalt/Bewegung/Spiel. 
Auf Basis räumlicher Betrachtungen werden zum Beispiel geeignete Rad- und Fußwegverbindungen in Ost-West-Ausrichtung vorgeschlagen.  Seit 2024 erfolgen Gespräche mit den beteiligten Dienststellen. Im März 2026 wurde der Ortschaftsrat Neureut informiert und Ideen für erste Maßnahmen erörtert

Hildapromenade – fit für den Klimawandel

Für das neue Teilprojekt wurden 2023 im Bundesprogramm „Anpassung Urbaner Räume an den Klimawandel“ Fördermittel beantragt, die im Juli 2024 zugesagt wurden. Das Projekt wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen (17.12.2025). Die Hildapromenade und ihre angrenzenden Grünräume bilden im Westen der Stadt auf den Flächen einer historischen Gleistrasse einen linearen Grünzug, der das gesamte westliche Stadtgebiet nördlich der Kaiserallee durchzieht. Geplant sind die behutsame Sanierung und Aufwertung des Grünzugs. Hitze und Trockenschäden haben in den letzten Jahrzehnten dem Baumbestand stark zugesetzt. Diese Schäden zu beseitigen und die Resilienz der Anlage hinsichtlich der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels zu erhöhen, sind vorrangige Ziele der geplanten Maßnahmen. Das Projekt umfasst die Vernetzung der Grünanlage mit angrenzenden Freiflächen, die Herstellung zusätzlicher Baumstandorte und Aufenthaltsbereiche sowie die Wiederherstellung von Brunnen.
Im Februar 2025 wurde auf Grundlage der Projektskizze von 2023 der Zuwendungsantrag eingereicht. Mit dem Zuwendungsbescheid wurde eine Projektstelle für die Dauer der Projektlaufzeit (bis Ende 2028) seit 01.03.2026 besetzt und die ersten 93 Bäume wurden im Herbst 2025 gepflanzt.

Bürgerschaftliches Engagement

Im Jahr 2025 hat das Programm der Baum- und Beetpatenschaften sein 5-jähriges Bestehen gefeiert. Das Programm wird nach wie vor stark nachgefragt und sehr gut angenommen. Insbesondere die Möglichkeit zur Bepflanzung von Flächen unter Bäumen erfreut sich großer Beliebtheit. Das zeigt sich nicht zuletzt im dem kürzlich veröffentlichten Ergebnisbericht der Bürgerumfrage 2025 “Klima und Grün in der Stadt”. 41 % der Befragten kennen das Programm der Grünpatenschaften in Karlsruhe und sogar mehr als 51 % der Befragten können sich vorstellen sich aktiv dabei einzubringen. Aktuell gießen und bepflanzen 460 Ehrenamtliche mehr als 600 Standorte im öffentlichen Raum, Tendenz steigend. Die Unterstützung der aktiven Patinnen und Paten ist zeitaufwendig, aber wichtig für die Verstetigung. Die laufende konzeptionelle Verbesserung des Programmes hat in den letzten beiden Jahren viel erreicht. Insbesondere ging es dabei um die Themenbereiche: Anerkennung und Unterstützung sowie Verstetigung der Grünpatenschaften. 

  • Hinweistafeln an Patenschaftsbäumen machen das Programm im öffentlichen Raum sichtbar,
  • neue und auffälligere Hinweistafeln wurden explizit für schwierige Standorte entwickelt und befinden sich im Einsatz,
  • Liste für Pflanzempfehlungen wurde an die urbanen Bedingungen im Stadtraum noch besser angepasst,
  • ein Stauden-Starterpaket aus der städtischen Gärtnerei wird jährlich an Neupatinnen und -paten ausgegeben,
  • überbrückend werden Samentütchen mit einer Wildblumenmischung für den Naturraum Karlsruhe ausgegeben,
  • Neupatinnen und Neupaten erhalten in den nächsten beiden Jahren eine Gießkanne als Dankesschön (nur solange der Vorrat reicht),
  • neue Aufkleber weisen darauf hin, dass Fahrräder nicht in bepflanzte Baumscheiben abgestellt werden sollen,
  • Öffentlichkeitsarbeit mit Hilfe von Pressemeldungen sowie der Werbekampagne “Wir lassen Karlsruhe aufblühen”,
  • Ein Dankschreiben wurde an alle Patinnen und Paten versendet, die sich seit mindestens 5 Jahren engagieren,
  • Das Büro für Mitwirkung und Engagement honorierte eine seit über 10 Jahren aktive Baumpatin aus der Südweststadt im Rahmen einer Ehrungsfeier
  • Für die ehrenamtliche Tätigkeit als Grünpatin oder Grünpate werden Stunden für die Ehrenamtskarte Baden-Württemberg angerechnet.
     

Das gemeinsame Gärtnern im öffentlichen Raum besser bekannt als Urban Gardening ist seit vielen Jahren eine feste Institution in Karlsruhe. Mit derzeit 10 aktiven Standorten auf einer Gesamtfläche von mehr als 7.000 m2 wird auch das Programm sehr gut angenommen. Der zuletzt entwickelte Mitmach-Garten Ostring ist mittlerweile fest etabliert und organisiert sich über den gleichnamigen Verein selbstständig. Die Betreuung der Standorte ist weniger aufwendig als die Grünpatenschaften, dies gibt uns die Möglichkeit stets neue Standort zu entwickeln. So sind zu Beginn des Jahres 2026 bereits zwei neue Standorte in der näheren Betrachtung, die derzeit entwickelt werden. Nicht nur aufgrund der sozialen Teilhabe und der Gemeinschaft erfreuen sich die Gemeinschaftsgärten immer mehr Beliebtheit, sondern auch aufgrund der Unterstützung durch die Stadtverwaltung in Form von Materialien wie Humus sowie Gemüse- und Kräuterpflanzen aus der stadteigenen Gärtnerei.

Im Jahr 2025 wurden im privaten Grün im Rahmen des Hof-Dach-Fassaden-Förderprogramms insgesamt 713,15 m² Dachflächen begrünt, 175 m² Schottergärten zurückgebaut, 636,47 m² Fläche entsiegelt sowie 87 m² Fassaden begrünt. 
Das ergibt eine Fläche von 1.611,62 m² und entspricht in etwa zwölf Mal der Grundfläche der Pyramide auf dem Marktplatz. 
Diese Maßnahmen tragen zur Verbesserung des Stadtklimas, zur Förderung der Biodiversität sowie zur Entlastung der Regenwasserinfrastruktur bei. Darüber hinaus ist ein zunehmendes Interesse in der Bevölkerung festzustellen. Durch kontinuierliche Beratung und gezielte Empfehlungen steigt die Inanspruchnahme des Förderprogramms, was auf eine wachsende Sensibilisierung für nachhaltige und klimaangepasste Flächengestaltung hinweist.

Die Veranstaltung „Offene Pforte“ findet im Jahr 2026 bereits zum 13. Mal statt und verzeichnet weiterhin eine positive Entwicklung. Mit insgesamt 30 Teilnehmenden konnte im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Zuwachs erzielt werden. Sowohl private Gartenbesitzerinnen und -besitzer als auch Vereine beteiligten sich aktiv an dem Format. Ergänzend wirkte die Einbindung der Hochschule im Bereich Urban Gardening als bereichernder Impuls. Zudem wurde im Rahmen eines Teilnehmendentreffens ein gelungener Fachvortrag angeboten, der das Interesse und die Motivation der Beteiligten zusätzlich gestärkt hat.

Naturnahe Mahd

Die naturnahe Mahd zur Förderung der Biodiversität wurde bislang vollständig durch externe Fachfirmen umgesetzt. Im Jahr 2024 konnte erstmals ein Pilotprojekt gestartet werden, bei dem auch städtische Mitarbeitende in diese spezielle Pflegetechnik eingeführt wurden. Der Versuch fand an der Heidelberger Straße unter fachlicher Anleitung des Gartenbauamts sowie mit Unterstützung der Firma Merkle & Partner statt.
Der Pilotverlauf war durchweg positiv. In der Folge erklärten sich in allen Pflegebezirken Mitarbeitende bereit, am Folgeprojekt „Naturnahe Mahd 2.0“ mitzuwirken. Zudem konnten im Rahmen des Sammelansatzes Klimaanpassung die notwendigen Maschinen für den Einsatz durch eigene Kräfte beschafft werden.
Parallel dazu wurde die Pflege der Flächen weiterhin durch externe Unternehmen sichergestellt. Die entsprechenden Leistungen wurden im Januar neu ausgeschrieben und erfolgreich in vier Lose an qualifizierte Firmen vergeben

Urbane Naturoasen

Im Rahmen der Bundesförderung „Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ startet die Stadt Karlsruhe ein zukunftsweisendes Projekt zur Stärkung des städtischen Klimaschutzes und zur Förderung der Biodiversität. Urbane Naturoasen sind naturnah gestaltete Grünräume in baulich stark verdichteten und häufig stark erhitzten Siedlungsräumen. Drei unterschiedliche Arten von Naturoasen sollen im Karlsruher Stadtgebiet entstehen.

  • PikoParks: Kleine Oasen mit großer Wirkung. PikoParks sind kompakte, grüne Rückzugsräume, die in dicht besiedelten Stadtteilen angelegt werden. Auf kleinem Raum entsteht hier ein artenreicher, naturnaher Lebensraum mit heimischen Pflanzenarten. Die Flächen tragen zur Verbesserung des Mikroklimas bei, speichern Regenwasser und bieten zugleich Erholungsorte für Anwohnerinnen und Anwohner. Insbesondere in Quartieren mit wenig Grün schaffen PikoParks eine neue Lebensqualität.
  • Naturerfahrungsräume für Kinder: Natur erleben, spielerisch lernen
    Diese Flächen werden bewusst naturnah und nicht gestaltet angelegt, um Kindern Freiraum für freies Spiel, Entdeckung und Naturerfahrung zu bieten. Hier können sie mit Erde, Wasser, Pflanzen und Tieren in Kontakt kommen, fernab von Spielplätzen aus Kunststoff und Beton. Naturerfahrungsräume fördern nicht nur das Umweltbewusstsein der nächsten Generation, sondern auch motorische Fähigkeiten, Kreativität und soziale Kompetenzen.
  • Urbane Waldgärten: Gemeinschaftliches Gärtnern im vielschichtigen Ökosystem
    Ein Waldgarten vereint ökologische Vielfalt mit Nutzbarkeit: In mehreren Pflanzenschichten wachsen hier Obstbäume, Beerensträucher, Kräuter und Gemüse in einer symbiotischen Gemeinschaft – ganz ohne Pestizide oder Kunstdünger. Urbane Waldgärten sind nicht nur CO₂-Speicher und Lebensraum für Insekten und Vögel, sondern laden auch Bürgerinnen und Bürger zur aktiven Beteiligung, Ernte und zum Naturgenuss ein.

 

Grünsatzung

Das Planverfahren für den Bebauungsplan Grünordnung und Klimaanpassung in der Innenstadt ist mit Satzungsbeschluss vom 17.12.2024 abgeschlossen.

Forschungsprojekt GreenGROWnership

Das Forschungsprojekt des Bundes „Green GROWnership“ zur Aktivierung von Eigentümer*innen für „Mehr Grün“ auf privaten Flächen soll die Umsetzung der Grünsatzung unterstützen (Projektlaufzeit 10/2021-10/2024). Das Projekt wurde inzwischen abgeschlossen. Mit der Kampagne „Grund zu Garten“ wurden im Rahmen des Projekts sieben „Stories“ erzählt und bebildert, die motivierend über die Gartenprojekte von Karlsruher Bürger*innen, Firmen und Gesellschaften berichten.

Ausblick

Wie geht es weiter?

Grüne Nordspange

2026 wird das Konzept weiter ausgearbeitet. Als Auftakt werden zwei bis drei „Impuls-Maßnahmen“ in den Blick genommen und in den nächsten Jahren schrittweise realisiert. Das Zusammenwirken mit Fachdienststellen und Akteuren wird fortgeführt und vertieft. Zudem wird die Bürgerschaft mit geeigneten Formaten eingebunden.

Hildapromenade – fit für den Klimawandel

Im März 2026 wurde die Projektstelle erfolgreich besetzt.
Am 17.04.2026 findet eine Bürgerbeteiligungsveranstaltung statt, bei der das Gesamtprojekt sowie ein Bankkonzept vorgestellt und diskutiert werden. Grundlage hierfür ist der Ergebnisbericht der Bürgerumfrage 2025 „Klima und Grün in der Stadt“, der einen verstärkten Bedarf an Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum aufzeigt.
Im weiteren Verlauf wird die Lina-Sommer-Anlage saniert und durch neue Pflanzbeete aufgewertet. 
Darüber hinaus ist die Planung von öffentlichen Trinkwasserbrunnen vorgesehen. Diese Maßnahme dient insbesondere der Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und stellt zugleich eine Anpassung an zunehmende Hitzebelastungen dar.
Von den insgesamt rund 150 geplanten Baumpflanzungen sind bereits 90 umgesetzt, die verbleibenden 60 werden im weiteren Verlauf realisiert.

Bürgerschaftliches Engagement

Die Weiterentwicklung, Verbesserung sowie Verstetigung des Patenprogrammes und des Urban Gardening werden angestrebt. Konkret soll die Idee der “Gießkannenheld:innen” in Karlsruhe etabliert werden, die Vereinbarungen der Grünpatenschaften deutlich einfacher lesbar und verschlankt werden sowie Treffen zur Vernetzung der Aktiven intensiviert werden. Die Standorte des Urban Gardenings sollen weiter ausgebaut werden.

Für das Jahr 2026 ist vorgesehen, das Förderprogramm trotz gekürzter finanzieller Mittel kontinuierlich fortzuführen und weiterhin aktiv zu bewerben. Durch gezielte Beratung und Empfehlungen sollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger erreicht werden, um die Bedeutung von Begrünungs- und Entsiegelungsmaßnahmen stärker im Bewusstsein zu verankern und weitere Umsetzungen anzustoßen.

Für das Jahr 2026 ist vorgesehen, die Veranstaltung „Offene Pforte“ weiter zu verstetigen und den positiven Entwicklungstrend fortzuführen. Ziel bleibt es, die Zahl der Teilnehmenden stabil zu halten bzw. weiter auszubauen sowie die Zusammenarbeit zwischen privaten Akteurinnen und Akteuren, Vereinen und Bildungseinrichtungen weiter zu stärken.

Naturnahe Mahd

Im laufenden Jahr übernehmen städtische Mitarbeitende erstmals eigenständig die Pflege von fünf Hektar der insgesamt 45 Hektar naturnah bewirtschafteten Flächen. Dabei sammeln sie praktische Erfahrungen und beobachten gezielt die Auswirkungen der angepassten Pflege auf Flora und Fauna.
Gleichzeitig wird geprüft, inwieweit die naturnahe Mahd langfristig als ergänzende Fachaufgabe im Gartenbauamt etabliert werden kann. Neben der ökologischen Aufwertung der Flächen trägt das Projekt auch zur fachlichen Weiterentwicklung der Mitarbeitenden sowie zur Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze bei.

Urbane Naturoasen

Erste Flächen für Urbane Naturoasen sind in Planung in Knielingen und in der Weststadt. 

Grünsatzung

Erfahrungen mit den Festsetzungen des Planes sollen im Lauf des Jahres gesammelt werden, sodass weitere Verfahren zur Ausdehnung auf das gesamte Stadtgebiet sowie weitere Arbeitsschritte zur Sicherung von „Grüninseln“ durch spezielle Bebauungspläne zügig folgen können. 

Stadtbaumkonzept

Das Gartenbauamt reagiert auf die negative Bestandsentwicklung der vergangenen Jahre und erarbeitet ein Stadtbaumkonzept, welches als planerisch strategische Grundlage zur Entwicklung und Erhalt des Stadtbaumbestandes dienen soll. 
Es wird der Status Quo des Baumbestands ermittelt und quantitative und qualitative Parameter eingeführt, um dessen Entwicklung auch zukünftig darstellbar und messbar zu machen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Baumartenwahl, welche im Zuge des fortschreitenden Klimawandels eine immer größere Herausforderung im städtischen Umfeld wird. 

Aktualisiert am 21.04.2026

Dezernentin

  • Erste Bürgermeisterin Bettina Lisbach